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Rektumkarzinom

Bösartige Enddarmgeschwülste (Rektumkarzinom) führen häufig zu Blut- oder Schleimabgängen und bei einengendem Wachstum zu bleistiftdickem Stuhlgang. Ihre Lage nahe am After bringt jedoch einige Besonderheiten mit sich. Je nach Lage des Tumors kann eine Strahlenbehandlung in Kombination mit einer Chemotherapie vor der Operation notwendig sein.

Ist der Tumor klein und sehr frühzeitig entdeckt, so kann er durch Operation durch den After als sog. Rektumvollwandresektion ohne Eröffnung des Bauchraumes entfernt werden.

In allen anderen Fällen ist eine Operation mit Entfernung eines Großteils des Enddarmes erforderlich. Besonders wichtig ist dabei die Entfernung des umgebenden Lymphgewebes, in dem sich Absiedlungen des Tumors befinden können. Aufgrund unserer großen Erfahrung auf diesem Gebiet ist es uns unter Verwendung moderner Techniken in den meisten Fällen möglich, den Enddarm unter Erhaltung der Kontinuität, also ohne Anlage eines dauerhaften künstlichen Darmausganges, zu entfernen. Ist in seltenen Fällen aufgrund der Tumorlage und Tumorausdehnung die Anlage eines dauerhaften künstlichen Darmausganges dennoch erforderlich, so erfolgt die Anlage in der Weise, dass durch spätere Irrigation, d.h. Darmspülungen, das Tragen von Beuteln in der Regel entfällt.

Die Operation wird in unserer Klinik sowohl in minimal-invasiver Technik (Schlüssellochchirurgie) als auch in konventioneller, offener Technik ausgeführt. Die stationäre Aufenthaltsdauer beträgt zwischen 6 und 12 Tage.

Vortrag

Vortrag von Herrn Prof. Dr. G. Geiger anläßlich einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte