Leistungsspektrum

Minimalinvasives operatives Spektrum

Die minimalinvasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) ist eine sanfte Methode des Operierens. Sie reduziert Schmerzen nach der OP und die Länge des Krankenhausaufenthaltes auf ein Minimum, da nur kleine, schonende Hautschnitte angelegt werden. Durch diese kleinen Öffnungen werden alle zur Operation nötigen Instrumente in den Bauchraum eingeführt. Eine weitere minimalinvasive Methode ist die Gebärmutterspiegelung zur Behandlung von Erkrankungen der Gebärmutterhöhle. Viele dieser Operationen werden ambulant durchgeführt.

Wir wenden diese Methoden an für:

Operationen an Eierstock und Eileiter
  • Prüfen der Durchgängigkeit der Eileiter bei Kinderwunsch
  • Entfernen aller Arten von Eierstockzysten meist unter Erhalt des Eierstockes
  • Behandlung einer Eileiterschwangerschaft, möglichst unter Erhaltung des Eileiters
  • Sterilisation

Operationen an der Gebärmutter
  • Abklärung der Ursachen bei irregulären Blutungen
  • Verödung der Gebärmutterschleimhaut bei schweren Blutungsstörungen
  • Entfernung von Myomen und Polypen (gutartige Wucherungen der Gebärmutter)
  • Laparoskopische Gebärmutterentfernung vollständig (TLH) oder unter Erhalt des Gebärmutterhalses (LASH), bei Bedarf mit laparoskopischer pelviner und paraaortaler Lymphonodektomie

Weitere minimalinvasive Operationen
  • Behandlung von Senkungen der Gebärmutter oder Scheide
  • Abklärung von Schmerzen im Unterbauch
  • Entfernen von Verwachsungen
  • Entfernen versprengter Gebärmutterschleimhaut (Endometriosebehandlung)
  • Entfernen einer verloren gegangenen Spirale (Lost IUD)

Senkungserkrankungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Therapie von Senkungserkrankungen der Gebärmutter, Scheide, Blase und des Darms. Hierzu werden neben den klassischen Operationen neueste operative Verfahren mit Einlage hochwertiger Netze angeboten. 
Immer unter Erhaltung der Scheide, auf Wunsch auch unter Erhalt der Gebärmutter. 

Harninkontinenz

Seit Januar 1998 werden an unserer Klinik neue minimalinvasive operative Verfahren mit einer sehr hohen Erfolgsrate zur Behandlung der Harninkontinenz eingesetzt. Die Klinik hat sich in diesem Bereich spezialisiert und hierbei eine führende Position erlangt. Es werden sowohl Operationen zur Behandlung der Belastungsinkontinenz (TVT / TOT) wie auch der Dranginkontinenz (Blasenbodendenervierung) angeboten. Im Jahr 2005 wurde das Kontinenzzentrum am Evangelischen Diakoniekrankenhaus (KODIA) zur Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz gegründet.

Psychoonkologie

Patientinnen unseres Brustzentrums steht während der Zeit der Behandlung sowie über die Therapiephase hinaus das Angebot einer psychoonkologischen Begleitung zur Verfügung.

Im Rahmen des stationären Aufenthaltes wird dabei zunächst der Bedarf erfragt. Oft ergibt sich der Wunsch nach Gesprächen aber auch erst im Verlauf der weiteren Therapien oder nach Abschluss vor oder während der Rückkehr „ins normale Leben“. Zögern Sie nicht, sich auch dann mit uns in Verbindung zu setzen.

Blutungsstörungen

Die Klinik führt auch die operative Behandlung von weiblichen Blutungsstörungen unter Erhalt der Gebärmutter durch. Hierzu gehören die Abtragung der Gebärmutterschleimhaut mit der Thermoschlinge sowie die gebärmuttererhaltende Entfernung von Myomen. Die Gebärmutterentfernung bei Blutungsstörungen oder stark vergrößertem Uterus durch die Scheide ist ein weiteres Spezialgebiet der Klinik.

Ambulante Eingriffe

Zahlreiche gynäkologische Operationen können ambulant durchgeführt werden.

Hierzu zählen:
  • Gebärmutterausschabung (Abrasio) bei Blutungsstörungen oder Fehlgeburten
  • Gebärmutterspiegelungen z. B. zur Entfernung von Myomen und Polypen oder zur Verödung der Gebärmutterschleimhaut
  • Bauchspiegelungen zur Diagnostik bei unklaren Beschwerden oder ungewollter Kinderlosigkeit, aber auch zur Sterilisation
  • Entfernung von Zysten und Abszessen im Genitalbereich
  • Ästhetisch plastische Operationen an den Schamlippen

Bei einem ersten Vorstellungstermin in unserer Ambulanz wird der Eingriff nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung im gemeinsamen Gespräch geplant. Bei bedeutsamen Vorerkrankungen können Sie uns durch Weitergabe vorhandener Berichte wertvolle Informationen geben.
Vereinzelt, wie zum Beispiel bei der Sterilisation, werden die Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Gerne beraten wir Sie über die in einem solchen Fall entstehenden Kosten.

Die Operation erfolgt nach individueller Absprache, normalerweise vormittags. Nach der Operation werden Sie in unserem Aufwach- und Ruheraum betreut. Bei der Entlassungsuntersuchung wenige Stunden später informieren wir Sie über den Behandlungsverlauf und die weiteren Empfehlungen. In Ausnahmefällen kann eine stationäre Aufnahme erforderlich werden. Sie haben auch die Möglichkeit, im Rahmen der ambulanten Operation bei uns zu übernachten, wenn Sie sich zuhause unsicher fühlen. Hierfür werden nur sehr geringe Kosten in Rechnung gestellt. 


Ausstattung


Gynäkologische Klinik
  • HDTV-Technologie in der minimalinvasiven Chirurgie (MIC)
  • Dopplersonographie
  • Uroflowmetrie

Geburtshilfliche Klinik
  • Dopplersonographie
  • Gebärlandschaft
  • Gebärwanne
  • Familienzimmer
  • Neugeborenen-Hörscreening
  • Milchpumpen (zur Mitgabe nach Hause)
  • Phototherapie
  • Incubator